Master Internationales Wirtschaftsrecht an der Uni Siegen – Ein Erfahrungsbericht

Erfahrungsbericht Uni SiegenMonika Lipowski studiert an der Uni Siegen den Masterstudiengang deutsches und europäisches Wirtschaftsrecht im internationalen Zweig an der Uni Siegen. Dort hat Sie zuvor auch Ihren Bachelor im deutschen und europäischen Wirtschaftsrecht absolviert und sich entschlossen dort zu bleiben. Während Ihres Masterstudiums macht Monika zudem ein Praktikum in Indien in einer Kanzlei für Menschenrechte. Wir haben Monika um einen Erfahrungsbericht gebeten, um mehr über Ihr Studium und Ihre beruflichen Pläne zu erfahren.

Hallo Monika, vielen Dank, dass du uns einige Fragen zu deinem Studium beantwortest. Du hast zunächst eine Ausbildung zur Industriekauffrau absolviert. Warum hast du dich entschlossen ein Studium anzuschließen und nicht direkt ins Berufsleben einzusteigen?

Ich habe zunächst eine Arbeitsstelle gesucht, jedoch nur befristete Anstellungen bekommen. Das war mir zu unsicher. Wie kann man sich als junger Mensch etwas aufbauen, ein eigenständiges Leben mit einer eigenen Wohnung führen, wenn man nicht weiß ob man in einem halben Jahr noch über ein geregeltes Einkommen verfügt? Also entschloss ich mich mein Abitur zu machen. Während dieser Zeit wuchs in mir der Wunsch zu studieren.

Wie kamst du zu dem Entschluss, Wirtschaftsrecht zu studieren?

Nun, zu meinen Interessen gehören Fremdsprachen und andere Kulturkreise. Jedoch hatte ich durch die Ausbildung auch einige wirtschaftliche Vorkenntnisse erworben, die ich gerne weiter ausbauen wollte. Die internationale Ausrichtung des Studienganges sowie die Interdisziplinarität zwischen Rechts- und Wirtschaftswissenschaften haben mich überzeugt.

Du hast dich sowohl beim Bachelor als auch beim Master für die Uni Siegen entschieden. Warum hast du diese Uni gewählt?

Aus ganz praktische Gründen. Ich lebe in Olpe, das liegt etwa 25 km von meiner Universität entfernt. Ein großer Vorteil der Universität Siegen ist die Betreuung. Gerade im Bereich der Rechtswissenschaften kennen sich Professoren und Studierende. Dies ermöglicht einen optimalen Austausch untereinander.



Bist du so nett und gibst und ein paar Einblicke in dein Master Studium Internationales Wirtschaftsrecht? Welche Inhalte werden dort vermittelt? Kann man Schwerpunkte setzen?

Bereits im Bachelor kann man sich im betriebswirtschaftlichen Bereich zwischen mehreren Vertiefungen entscheiden. Da ich sehr an Wirtschaftsethik interessiert bin, belegte ich dort den Schwerpunkt „Umwelt- und Wertschöpfungsmanagement“. Im Master gibt es die beiden Zweige „Unternehmensrecht“ und „internationales Wirtschaftsrecht“. Wie oben bereits erwähnt, wählte ich die internationale Schiene. Auch hier gibt es wieder die Möglichkeit der unterschiedlichen Schwerpunktsetzung im wirtschaftswissenschaftlichen Bereich. Die Modulhandbücher sind online unter www.wiwi.uni-siegen.de abrufbar.

Du machst derzeit ein Praktikum in Indien. Ist ein Auslandsaufenthalt oder zumindest eine Praxisphase im Studium verpflichtend oder ist das deine ganz persönliche Entscheidung gewesen?

Mein Praktikum ist Pflichtbestandteil des Studiums. Dies muss jedoch nicht zwingend im Ausland erfolgen. Dieses Praktikum war meine persönliche Entscheidung. Ich möchte hier nicht nur tiefere Einblicke in den Common Law Rechtskreis gewinnen, sondern mich zudem an der Entwicklung dieses Landes, besonders im Bereich der Menschenrechte, beteiligen. Das gibt mir das Gefühl, etwas wirklich Sinnvolles zu leisten. Zudem ist es eine ganz andere Kultur als in den Vereinigten Staaten von Amerika, Großbritannien oder Australien, die aufgrund ihrer kolonialen Vergangenheit ebenfalls das Common Law System übernommen haben. Indien hat sich seine kulturelle Identität trotz der englischen Besatzung bewahrt.

Zum Schluss haben wir noch eine Frage: Wo siehst du dich beruflich nach dem Studium? Worauf hat dich das Studium vorbereitet?

Ich würde sehr gerne im internationalen Bereich arbeiten. Das Studium bereitet sehr gut auf dieses Feld vor. In dem von mir eingeschlagenen internationalen Zweig werden die großen Rechtskreise des kontinentaleuropäischen sowie des anglo-amerikanischen Rechts behandelt. Gerade bei internationalen Verträgen bieten diese Kenntnisse Vorteile. Wirtschaftsjuristen lernen im Studium nicht nur die juristische Arbeitsweise sondern ebenfalls wirtschaftliche Zusammenhänge und bieten so eine optimale Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Jurisprudenz. Besonders interessieren mich auch die sog. Non Profit Organisationen wie Amnesty international. Wichtig ist mir, dass mein zukünftiger Arbeitgeber mit meinen Wertevorstellungen übereinstimmt.

Monika, vielen Dank für die ausführlichen Antworten rund um dein Studium. Wir wünschen dir alles Gute und vor allem einen erfolgreichen Studienabschluss.

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