Start ins Wirtschaftsrecht Studium: Was muss ich vor dem Studienbeginn beachten?

Nun aber erst einmal Durchatmen: Deine Bewerbung hat alle Hürden gemeistert. Du hältst den Zulassungsbescheid für das Studium Wirtschaftsrecht in den Händen. Wir gratulieren! Es liegt nahe, nach dem oft langwierigen Prozess des Suchens und Findens einen „Durchhänger“ oder einfach nur Lust auf Party zu bekommen. Auch diese Auszeiten haben natürlich ihre Berechtigung. Nur eines sollte dabei nicht in Vergessenheit geraten: Vor dem Studienstart gibt es noch Einiges zu regeln. Keine Sorge, so viel ist es nun auch wieder nicht, außerdem helfen Dir unsere Hinweise und Tipps bestimmt weiter.

Das Vorpraktikum

Praktikum WirtschaftsrechtUm sicherzugehen, dass die Bewerber/innen auch wissen, worauf sie sich einlassen, erwarten manche Hochschulen ein Vorpraktikum. So nennt die Westfälische Hochschule den „Nachweis einer praktischen Tätigkeit von mindestens zwölf Wochen“ als Zugangsvoraussetzung für die Aufnahme des Studiums Wirtschaftsrecht. Falls du dort oder an einer Bildungseinrichtung mit vergleichbaren Anforderungen studierst, ist dies also etwas, worum du dich schon sehr frühzeitig kümmern musst.

Allerdings zeigen sich viele Hochschulen kulant und gestatten, das Vorpraktikum auch nach dem Studienstart zu absolvieren ‒ oder zumindest teilweise. In Recklinghausen etwa muss die erste Hälfte des Eingangspraktikums vor Studienbeginn abgeleistet sein. Die verbleibenden sechs Wochen können innerhalb der ersten drei Semester nachgeholt werden. Zu beachten ist dabei jedoch, dass es während des Studiums bereits reichlich zu tun gibt (besonders, wenn noch ein Nebenjob hinzukommt). Daher ist es optimal, wenn man diese Voraussetzung schon vorher abhaken kann.



Rechtzeitig beginnen: Die Wohnungssuche

Wohnen im StudiumFalls sich die Hochschule nicht an deinem Heimatort befindet und zu weit entfernt ist, um ein Pendeln zu erlauben, kommt auch dies auf dich zu. Mit der Wohnungssuche solltest du ebenfalls so früh wie möglich beginnen. Viele Universitäten & Co. befinden sich entweder in Metropolen (mit ohnehin schwierigem Wohnungsmarkt) oder in klassischen „Studentenstädten“ ‒ Hier wird es zumindest in den Wochen vor Semesterbeginn voll bei Besichtigungsterminen, weil dann viele eine Bleibe suchen. Eine Alternative sind Wohngemeinschaften, das Wohnen zur Untermiete und Studentenwohnheime. Zimmer dort sind vergleichsweise leichter zu finden als komplette Wohnungen. Doch in besonders beliebten Städten wie Hamburg kann auch die Suche danach Monate in Anspruch nehmen.

„Nun gehe ich mich immatrikulieren!“

Geradezu begeistert klingt oft dieser Satz, beinhaltet er doch, dass sich der Studienplatzanwärter nun offiziell an der Hochschule seiner Wahl einschreiben darf ‒ und muss, dies ist ein ganz wichtiger Punkt: Erst mit der Immatrikulation wirst du dort als Studentin oder der Student geführt. In dem Begriff steckt das Wort „Matrikel“, das übersetzt so viel wie Personenverzeichnis bedeutet. Wird diese Formalität versäumt, ist der Studienplatz schnell wieder dahin. Die Einschreibung ist also keinesfalls mit der Bewerbung für einen Studienplatz zu verwechseln. Nur bei zulassungsfreien Studiengängen kommt es auf das Gleiche heraus: Hier kannst du dich unmittelbar anmelden beziehungsweise immatrikulieren.

Kann ich das auch online erledigen?
Die Immatrikulation ist an Fristen gebunden, die vor dem Beginn des Semesters ablaufen. Normalerweise solltest Du mit dem Zulassungsbescheid darüber informiert werden. Doch es schadet nicht, im Zweifelsfall frühzeitig nachzufragen, etwa bei der Zentralen Studienberatung. Auch ein Blick auf die Homepage der Bildungseinrichtung hilft meist schon weiter. Übrigens kann die Einschreibung vielfach bereits online erfolgen. Die Originaldokumente müssen dann in der Regel nachgereicht oder zugesendet werden. Beim Fernstudium läuft ohnehin vieles über das Internet. Bei der Hamburger Fernhochschule (HFH) etwa kannst du dir den Immatrikulationsantrag für Studiengang „Wirtschaftsrecht“ herunterladen. Er ist dann zusammen mit den Anlagen und der ausgefüllten, unterschriebenen Anmeldung an das Studierendensekretariat zu senden. Auch hier gilt jedoch: unbedingt die Anmeldefristen beachten!

Das Studium finanzieren

StudienfinanzierungWenn Du dich für diesen Fachbereich ‒ und damit auch für betriebswirtschaftliches Denken ‒ entschieden hast, fällt es dir wahrscheinlich leicht, mit Zahlen umzugehen. Damit kann man auch vor dem Studium gar nicht früh genug anfangen. Wir empfehlen also, den Ablauf auch in finanzieller Hinsicht genau zu kalkulieren: Welche monatlichen Kosten kommen auf mich zu? Über welche festen Einkünfte verfüge ich? Wo gibt es noch Unsicherheiten? Sind Letztere vorhanden, ist auch die Suche nach einem Nebenjob oder anderen Finanzierungsmöglichkeiten ein Thema, das es noch vor Semesterbeginn zu klären gilt. Übrigens, hier in diesem Beitrag erfährst du mehr darüber ‒ natürlich untermauert mit Zahlen und Fakten.

BAföG: Kein Geld verschenken
Falls du Anspruch auf BAföG hast und diese Möglichkeit nutzen möchtest, gehört auch dieser Antrag zu den Formalitäten, die vor Studienbeginn erledigt sein sollten. Denn: Diese Förderung wird nicht rückwirkend bewilligt. Maßgeblich ist der Tag der Antragstellung, dabei gilt der Eingangsstempel des BAföG-Amts. Das bedeutet, dass es beispielsweise für einen Antrag, der dort erst am 1. November eingeht, bereits keine Oktober-Zahlung mehr gibt. Das wäre also verschenktes Geld, und wer wirtschaftlich denkt, wird sich davor hüten, diese Situation eintreten zu lassen.

Bilder: Benjamin Klack / pixelio.de & DPA


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