Was soll ich studieren? Die Suche nach dem richtigen Studiengang.

Was studieren? Tipps zur StudienwahlBist du einer der Glücklichen, die schon vor dem Ende der Schulzeit wissen, was sie danach studieren möchten? Dann herzlichen Glückwunsch. Vielleicht helfen dir die auf dieser Seite vorgestellten Fragestellungen dabei, deinen Studienwunsch noch zu vertiefen. Für alle anderen, die noch nicht genau wissen, was sie studieren sollen, bieten wir an dieser Stelle die Möglichkeit, mit Hilfe von vier ausgewählten und ausführlich beschriebenen Fragen den breiten Korridor der tausenden Studienmöglichkeiten zu verkleinern.

Was soll ich studieren? Angesichts von über 300 Hochschulen und nahezu 10.000 Studiengängen in über 4.500 Fächern steht man am Anfang der Studienwahl erstmal ziemlich ratlos vor einem riesigen Bündel an Informationen. Jetzt heißt es nicht verzweifeln, denn den Knoten kann man nach und nach aufdrehen und so zum Schluss eine gute Entscheidung für den passenden Studiengang treffen.

Was soll ich studieren?Wie geht man die Studienwahl denn jetzt am besten an? Der erste Schritt ist, sich nicht von gut gemeinten, aber oberflächlichen Ratschlägen wie „Du bist doch gut in Deutsch und Geschichte, wird doch Lehrer“ oder umgekehrt „Du hattest doch eine 5 in Deutsch – damit kannst du doch kein Rechtsanwalt werden“ verunsichern zu lassen. Die Schulfächer und vor allem die Noten darin verlieren im Studium schnell die Bedeutung. Eine Ausnahme gibt es aber natürlich: Wenn du Fächer wie Sozialwissenschaft oder Politik schon in der Schule langweilig fandest, wird dir sicherlich ein BWL-Studium nicht unbedingt zusagen. Und wenn dich Bio und Physik gelangweilt haben, ist ein Oecotrophologie-Studium auch nicht das richtige. Vielmehr solltest du dir über deine Stärken und Schwächen und deine Interessen bewusst sein. Folgende Fragestellungen zeigen dir einen Weg durchs Informations-Wirrwarr:

Womit beschäftige ich mich in meiner Freizeit oft und gerne?

Hier offenbart sich am ehesten, welche Studienfächer für dich in Frage kommen. Wer zum Beispiel in seiner Freizeit gerne für Freunde und Bekannte Einladungen gestaltet oder Webseiten designed, der sollte sich man kreative Studiengänge wie zum Beispiel Grafik- oder Mediendesign anschauen. Wenn man regelmäßig den Wirtschaftsteil von Zeitungen liest oder spezialisierte Zeitschriften wie die „Wirtschaftswoche“, dann sollte man sich bei seiner Studienwahl wohl weniger mit Sozialpädagogik als mit den Wirtschaftswissenschaften wie BWL oder VWL beschäftigen. Am besten, du legst eine Liste an, in der du notierst, welchen Beschäftigungen du in deiner Freizeit nachgehst. Das wäre ein guter Grundstock, um Studiengebiete abzuleiten.



In welchen Bereichen kenne ich mich gut aus? Wo lerne ich auch gerne freiwillig?

In vielen Schulen gibt es mittlerweile Kurse im Bereich Jura, für die man sich freiwillig melden kann. Wer hier mit Feuer und Flamme dabei ist und aufmerksam dem Unterrichtsgeschehen folgt, obwohl es gar keine mündliche Note gibt, der sollte diese Begeisterung auch bei der Studienwahl im Hinterkopf behalten. Hier bietet sich dann beispielsweise ein Wirtschaftsrecht Studium oder ein Jura Studium an.

Welchen Berufsweg strebe ich an? Karriere und viel Geld oder eine gute Work-Life-Balance?

Die Work-Life-Balance ist ein ausgewogenes Verhältnis von Arbeit und Privatleben. Wer später keine 70 Stunden pro Woche arbeiten möchte, sondern lieber mehr Freizeit hat, für den mag ein Job in einer Unternehmensberatung oder Anwaltskanzlei nicht das richtige sein. Das sollte man bei der Studienwahl berücksichtigen. Wer allerdings eine steile Karriere und ein hohes Gehalt anstrebt, der ist sicherlich mit Studiengängen wie Sozialpädagogik oder Logopädie schlecht beraten. Hier zählt mehr der Erfolg im Umgang mit Menschen als der Erfolg bei der Gehaltsverhandlung. Für diejenigen, die hoch hinaus möchten, bieten sich dementsprechend auch eher Studienfächer wie Jura, Wirtschaftsrecht oder BWL an.

Habe ich schon Arbeitserfahrung und kann daraus etwas ableiten?

Viele Schüler gehen neben der Schule einer Nebenbeschäftigung nach oder haben in den Schulferien ein Praktikum absolviert. Überlege dir doch mal, welche Erfahrungen du aus der Arbeitswelt schon mitgenommen hast. Macht dir eventuell kellnern oder die Arbeit in einem Verkaufsladen Spaß, weil man dabei viel Kontakt zu Kunden hat? Oder arbeitest du lieber im Hintergrund? Bei Studiengängen, die auf Jobs hinführen, bei denen man viel unterwegs ist und viel mit dem Kunden direkt zu tun hat, sollte man schon eine Portion Dienstleistungsfähigkeit und auch keine Angst vor Kontakten mitbringen. Und wenn zum Beispiel ein geleistetes Praktikum überhaupt keinen Spaß gemacht hat, hast du auch eine wertvolle Erfahrung – der Job wird für dich wohl nicht in Frage kommen.

Anhand dieser vier Fragen kannst du sicherlich einen roten Faden in deinen Stärken und Schwächen finden und die Anzahl der in Frage kommenden Studienfächer auf ein gesundes Maß schrumpfen. In unserem Artikel „Studienwahl, aber richtig – Die Infomöglichkeiten“ beschreiben wir, was es für Möglichkeiten gibt, sich gezielt über Studiengänge zu informieren und eine Entscheidung zu treffen.

Zum Schluss möchten wir noch auf einige gedruckte Infos hinweisen. Nachfolgend findest du ein paar von uns empfohlene Bücher, die auch bei der Interessensfindung und Studienwahl helfen können.

Der große Studienwahltest Studien- und Berufswahl 2010/2011 Studieren, aber was?: Die richtige Studienwahl für optimale Berufsperspektiven.
Der Hochschul- Test. So wähle ich den optimalen Studienort. Das Uni-Einmaleins: Studieren – alles, was man wissen muss

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