Wirtschaftsrecht an der FH Osnabrück – Ein Erfahrungsbericht

Erfahrungsbericht FH OsnabrückSvenja studiert Wirtschaftsrecht an der Fachhochschule in Osnabrück. Sie hat schon den Ausbilderschein erreicht und legt im Wirtschaftsrecht Studium auch einen Schwerpunkt auf den Bereich Personal. In ihrem Erfahrungsbericht gibt sie Einblicke in ihr Studium.

Liebe Svenja, vielen Dank, dass du uns ein paar Fragen zu deinem Studium beantwortest. Wie kamst du zu dem Entschluss, ein Wirtschaftsrecht Studium zu beginnen?

Durch einen tollen Dozenten. Er hat mir das Studium empfohlen, mir eine Mappe mit Informationen dazu zukommen lassen. Wirtschaftsrecht war damals auch in der Presse ein großes Thema als Alternative zum Jura Studium an der Universität. Er hat mir Zeitungsartikel zukommen lassen, in dem Wirtschaftsjuristen als gefragte Doppelstrategen bezeichnet wurden, da sie nicht lediglich BWL und nicht lediglich Juristisch sondern in beiden Bereichen sehr gute Kenntnisse haben und somit für Unternehmen wertvoll sind. Wenn man bedenkt, dass es mittlerweile mehr Jura Studenten als Juristen gibt, ist Wirtschaftsrecht eine sehr gute Alternative dazu.

Wo und wie hast du dich denn über die verschiedenen Studienmöglichkeiten und Studiengänge im Bereich Wirtschaftsrecht informiert? Was rätst du Studieninteressenten, wie sie die Studienwahl angehen sollten?

Die erste Frage die sich für Studieninteressierte im Bereich Wirtschaftsrecht stellt ist, ob sie an der Universität oder an der Fachhochschule glücklicher sind. Unumstritten bietet die Fachhochschule mehr praktische Möglichkeiten, nicht zuletzt durch das Wissenschaftliche Praxisprojekt im Abschlusssemester.

Wenn man sich unschlüssig ist, ist die Beratungsstelle der Uni im StudiOS eine sehr gute Anlaufstelle. Ferner empfiehlt es sich, die Hochschultage zu nutzen, um das Klima an den verschiedenen Standorten einfach mitzubekommen und zu erfahren, womit man besser mit klar kommt.

Nach mehreren Semestern kannst du uns sicherlich von den besten und den vielleicht weniger guten Erfahrungen an der FH Osnabrück berichten? Welche Erfahrungen überwiegen?

Die guten Erfahrungen auf jeden Fall. Die Dozenten und Dozentinnen an der Fachhochschule sind sehr bemüht um ihre Studenten. Am Ende des Semesters gibt es Feedback-Bögen zu jeder Veranstaltung, die von den Dozenten ausgewertet und im Anschluss auch besprochen werden.

Die Fachhochschule in Osnabrück hat zudem eine besonders schöne Atmosphäre. Weniger gute Erfahrungen hängen höchstens an einem persönlich, ich würde sie keinem Defizit der Fachhochschule zuschreiben.



Kannst du uns ein paar Einblicke in dein Bachelorstudium geben? Was sind die Studieninhalte? Welche Schwerpunkte kann man wählen bzw. setzen? Wie ist die Studienatmosphäre?

Wirtschaftsrechtliche Vorlesungen wie zum Beispiel Wirtschaftsprivatrecht oder Wirtschaftsstrafrecht machen etwa 60% aller Vorlesungsinhalte aus. 30% sind betriebswirtschaftlich und die restlichen 10% sind Schlüsselqualifikation wie z.B. Kommunikation. Dort lernt man zum Beispiel den idealen Aufbau einer Präsentation und zwar praktisch und in Gruppenarbeit. Nicht rein theoretisch.

Meistens sind die Vorlesungen so gestaltet, dass man nicht in überfüllten Räumen sitzt und in guten Gruppengrößen mit etwa 20 – 40 Leuten sitzt und lernt.

Im Hauptstudium setzt man mindestens 2 Schwerpunkte. Einer muss aus dem rechtlichen Bereich kommen und der andere aus dem betriebswirtschaftlichen Bereich. Rechtliche Bereiche sind bei uns Recht der Finanzdienstleistung oder Steuerrecht. Mittlerweile gibt es auch Recht der Gesundheitswirtschaft und der sozialen Sicherung und Recht des geistigen Eigentums. Wichtig ist, dass sich immer genug interessierte Studenten finden, damit eine Vertiefung zustande kommt.

Im betriebswirtschaftlichen Bereich kann man Controlling, Finanzwirtschaft, Internationale Wirtschaft, Logistik, Marketing, Personal, Veranstaltungsmanagement, Wirtschaftsprüfung und Rechungslegung als Schwerpunkt wählen.

In den Vertiefungen kommen zu den Klausuren oft Präsentationen und Projekte hinzu, die man ausarbeitet.

Du hast den Ausbilderschein, legst einen Schwerpunkt deines Studiums auf den Bereich Personal und hast ein Praktikum im Personalwesen absolviert. Liege ich also richtig mit der Einschätzung, dass du nach dem Studium als Personalmanagerin arbeiten möchtest? Was sind deine Wunsch-Arbeitgeber?

Der Ausbilderschein ist ein Angebot der FH im Bereich der Personal Vertiefung. Man kann ihn freiwillig absolvieren.

Für meine Arbeit später kann ich mir, wie bei meinen Vertiefungen sowohl einen rechtlichen als auch einen personalen Rahmen vorstellen. Meine Bachelorarbeit möchte ich beispielsweise gerne im arbeitsrechtlichen Gebiet schreiben, daher bin ich für vieles offen.

Einen Wunscharbeitgeber habe ich nicht, ich schaue mir derzeit viele Unternehmen an und die, die für mich interessant sind, an die richte ich meine Bewerbung. Das kann also Rechtsabteilung, Personalabteilung bis zur Assistenz der Geschäftsführung sein.

Wenn du dich nochmal entscheiden müsstest: Würdest du wieder ein Wirtschaftsrecht Studium wählen?

Ja. Sofort. Und sofort auch wieder an dieser Fachhochschule.

Svenja, vielen Dank für die Antworten rund um dein Studium. Wir wünschen dir alles Gute und vor allem einen erfolgreichen Studienabschluss.

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