Erfahrungsbericht: Bachelor Wirtschaftsrecht an der Hochschule Hof

Bernd studiert an der Hochschule Hof den Bachelor Wirtschaftsrecht. Wir wollten mehr über seine Studienzeit und die Studienatmosphäre an der Hochschule Hof wissen – netterweise hat Bernd sich Zeit für unsere Fragen genommen, um dir bei der Studienwahl zu helfen.

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Erfahrungsbericht von Bernd

Hallo Bernd, vielen Dank, dass du uns einige Fragen zu deinem Studium beantwortest. Wie kamst du zu dem Entschluss, Wirtschaftsrecht zu studieren?

Ich war zu der Zeit als Student der Rechtswissenschaften an der Uni Würzburg immatrikuliert und merkte, dass mir das öffentliche Recht und das Strafrecht nicht so großen Spaß machten wie das Zivilrecht. Mit dieser Erkenntnis schaute ich mich um, was ich denn in diesem Bereich studieren könnte und stieß dabei auf Wirtschaftsrecht, zuerst allerdings auf die Möglichkeit des Fernstudiums an der FH Wismar.

Wo und wie hast du dich denn über die verschiedenen Studienmöglichkeiten und Studiengänge informiert? Was rätst du Studieninteressenten, wie sie die Studienwahl angehen sollten?

Meine Entscheidung wurde sehr stark von Bekannten beeinflusst, welche zum Teil den Studiengang "Betriebswirtschaft und Recht" in Aschaffenburg oder "Wirtschaftsrecht" in Frankfurt am Main studiert hatten. Sie erklärten mir, dass ich mit Wirtschaftsrecht einen eigenen Abschluss hätte und nicht ein verkappter BWLer wäre.

Du hast dich für dein Bachelor of Laws Studium für die Hochschule Hof entschieden. Wieso fiel deine Wahl auf diese Hochschule?

Ich bin gebürtig aus Bayern und diese Hochschule ist die nächste zu meiner Heimat, also rein familiäre Gründe. Die Wahl nach Hof zu gehen, habe ich nach nun fünf Semestern zu keinem Zeitpunkt bereut!

Bist du so nett und gibst und ein paar Einblicke in dein Studium? Welche Fächer hast du zum Beispiel im Curriculum? Kannst du ein paar Inhalte mit kurzen Beispielen verdeutlichen?

Nennenswerte Fächer sind aus meiner Sicht "Personalmanagement", dieses Fach bietet einem einen guten Einblick dahingehend, welches Personal man zur optimalen Leitung seines Unternehmens benötigt sowie "Rechtsenglisch", denn ohne Fremdsprache geht heutzutage einfach nichts mehr.

Das Grundstudium umfasst von den "Grundlagen der BWL" über "Öffentliches Recht", hin zum "Wirtschaftsprivatrecht" eine breite Vielfalt in juristischen und betriebswirtschaftlichen Bereich, im Verhältnis 2:1. Hier eine kleine Aufzählung:

  • Wirtschaftsprivatrecht I und II
  • Öffentliches Recht
  • Juristische Methodenlehre
  • Grundlagen der BWL
  • Buchführung
  • Makro- und Mikroökonomie
  • Rede und Präsentation
  • Personalmanagement
  • Fallstudie zum öffentlichen Recht
  • Betriebliche Steuern – Ertragssteuer
  • Bilanzierung
  • Legal English I und II
  • Sachenrecht und Kreditsicherung
  • Arbeits- und Sozialrecht
  • Vertrags- und AGB-Gestaltung mit Übung
  • Unternehmenskauf und Sanierung mit Übung
  • Rechtsdurchsetzung: gerichtliche und außergerichtliche Möglichkeiten, Kosten
  • Betriebliche Steuern – Umsatzsteuer
  • Kosten- und Leistungsrechnung

Nennenswerte Fächer sind aus meiner Sicht "Personalmanagement", dieses Fach bietet einem einen guten Einblick dahingehend, welches Personal man zur optimalen Leitung seines Unternehmens benötigt sowie "Rechtsenglisch", denn ohne Fremdsprache geht heutzutage einfach nichts mehr. "Vertrags- und AGB-Gestaltung", hier wird man mal darauf vorbereitet, was in einen Vertrag überhaupt reingeschrieben werden muss, dies kann man dann im Fach "Vertragsverhandlung" gleich zum besten geben und sein Verhandlungsgeschick unter Beweis stellen.

Auch die steuerlichen Fächer sowie alles, was zum Unternehmensumbau gehört, darf nicht vergessen werden. Dieser bietet Themen für alle, die planen später Teil eines Unternehmens, der Personalabteilung, im Compliance oder in der Rechts- und Steuerabteilung zu arbeiten oder als Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer tätig zu sein. Mit Beginn dieses Studiums ist man für die Zukunft nicht ernsthaft festgesetzt.

Kann man innerhalb des Studiengangs weitere Schwerpunkte wählen bzw. setzen? Wie groß sind die Studiengruppen und wie ist eigentlich der Kontakt zu den Professoren?

Schwerpunkte gibt es in Hof derzeit fünf:

  • Vertragsmanagement
  • Arbeiten in einem internationalen Umfeld
  • Personal
  • Unternehmensumbau / Sanierung / Insolvenz
  • Unternehmenssteuern

Da ich den Schwerpunkt "Unternehmensumbau / Sanierung / Insolvenz" gewählt habe, muss ich natürlich zu den hierzu gehörigen Fächern noch ein paar Sachen loswerden. Dieser Schwerpunkt ist an alle gerichtet, die etwas über den Tellerrand hinaus schauen wollen, denn um in diesem Bereich später einmal tätig zu werden, braucht man eigentlich alles, was dieser Studiengang anbietet. Von Arbeitsrecht über Buchführung, Bilanzierung zu den Steuerfächern Ertragssteuer und Umsatzsteuer, muss man nebenbei überblicken können, was ein Unternehmen macht, von Lieferanten über Verträge (Verträge in Logistik; Supply Chain Management) bis hin zum Marketing, mit dem man das Unternehmen wieder auf die Beine bringen will.

Der Kontakt zu den Professoren ist gut. Die Hochschule ist klein, was zu kleinen Vorlesungsgruppen führt. Kein Studiengang ist hier über der 100 Studentengrenze derzeit, welche dann für die Vorlesungen zumindest halbiert werden und somit zu einem guten Verhältnis zwischen Professoren und Studenten führt. Bei Fragen stehen einem die Professoren auch außerhalb ihrer Sprechstunden gerne zur Verfügung.

Zum Schluss haben wir noch eine Frage zu der Studienatmosphäre. Wie bewertest du die Zeit an der Hochschule Hof – was sind die guten und die weniger guten Erfahrungen? Welche Schulnote würdest du deiner Hochschule abschließend geben?

Hof ist sehr international. Hier gibt es sehr viele Studenten aus allen Ecken der Welt. Also wer sich als weltoffen sieht, bzw. sich gerne mal mit anderen Kulturen beschäftigen möchte, findet hier eine einmalige Gelegenheit.

Hof ist sehr international. Hier gibt es sehr viele Studenten aus allen Ecken der Welt. Also wer sich als weltoffen sieht, bzw. sich gerne mal mit anderen Kulturen beschäftigen möchte, findet hier eine einmalige Gelegenheit. Aufgrund der Größe ist ein Vermeiden von Kontakt zu Erasmusstudenten im Vergleich zu großen Universitäten fast unmöglich.

Dies ist auf der anderen Seite natürlich auch ein Nachteil. Jeder kennt jeden, oder jemanden der ihn kennt, was auch immer passiert, es weiß am nächsten Tag die gesamte Hochschule. Auch die Mensa sollte man hier mal erwähnen und zwar nicht unbeschränkt positiv.

Bernd, vielen Dank für die ausführlichen Antworten rund um dein Studium. Wir wünschen dir alles Gute und vor allem einen erfolgreichen Studienabschluss.

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