Bewerbung für ein Wirtschaftsrecht Studium

Dein Entschluss steht fest – du möchtest Wirtschaftsrecht studieren! Einzig das Einreichen der Bewerbungsunterlagen steht noch deinem Wunschstudium noch entgegen. Doch kein Grund zur Sorge! Wir führen dich durch den Bürokratie-Dschungel und zeigen dir, wie du dich für ein Studium im Bereich Wirtschaftsrecht bewirbst.

Zulassungsverfahren für Wirtschaftsrecht Studiengänge

Allgemein unterscheidet man zwischen drei verschiedenen Zulassungsverfahren:

1. Zulassungsfreie Studiengänge

Als zulassungsfrei werden all diejenigen Wirtschaftsrecht Studiengänge an staatlichen Hochschulen bezeichnet, die genug Studienplätze für allen Interessenten zur Verfügung haben. Hier müssen lediglich die formalen Voraussetzungen erfüllt und alle erforderlichen Dokumente eingereicht werden, dann kannst du dich ganz einfach immatrikulieren.

Info

Aufgrund der zunehmenden Beliebtheit von Wirtschaftsrecht Studiengängen und der steigenden Studierendenzahl allgemein, wird das Angebot an zulassungsfreien Studiengängen zunehmend geringer. Da die Anzahl der Bewerber für einen Studiengang von Semester zu Semester variieren kann, kannst du durchaus auch mal Glück haben einen zulassungsfreien Wirtschaftsrecht Studiengang zu erwischen!

2. Zulassungsbeschränkte Studiengänge

Örtlich zulassungsbeschränkt

Wie bei vielen anderen Studiengängen auch, übertrifft auch bei einigen Wirtschaftsrecht Studiengängen die Nachfrage deutlich das Angebot, sprich: nicht jeder Bewerber bekommt auch einen Platz. Neben einem qualifizierenden Schulabschluss müssen also andere Auswahlkriterien festgelegt werden. Meist bildet dabei die Bewerbungsnote und die Anzahl der Wartesemester die Grundlage für das Zulassungsverfahren an einer staatlichen Hochschule. Die Grenznote, also die Note mit der man noch einen Platz in einem bestimmten Studiengang erhält, nennt man Numerus Clausus (oder kurz: NC). Was genau ein NC ist und wie sich dieser bildet, erklären wir dir in unserem Artikel Numerus Clausus (NC) im Wirtschaftsrecht Studium. Außerdem haben wir aktuelle Verfahrensergebnisse von Wirtschaftsrecht Studiengängen für dich recherchiert!

Landes- und bundesweit zulassungsbeschränkt

Landes- und bundesweit zulassungsbeschränkten Studiengänge erfreuen sich so großer Beliebtheit, dass das Bewerbungsverfahren nicht von einer Hochschule, sondern von einer zentralen Stelle übernommen wird. Dies betrifft aber ausschließlich medizinische Studiengänge und ist somit für dich nicht relevant.

3. Hochschuleigene Auswahlverfahren

Solltest du zwischen einem Wirtschaftsrecht Studiengang an einer privaten oder staatlichen Hochschule schwanken, wirst du feststellen, dass es auch beim Bewerbungsverfahren erhebliche Unterschiede gibt.

Während staatliche Hochschulen in der Regel einen NC erheben, um geeignete Studienbewerber ausfindig zu machen, tun dies private Bildungsanbieter normalerweise nicht! An privaten Hochschulen gelten nämlich andere Kriterien, passende Bewerber zu finden. Hier sind nicht die Noten eines Bewerbers auschlaggebend (auch wenn gute Noten nicht schlecht sind), vielmehr wird auf die persönliche Eignung für einen bestimmten Studiengang geachtet – Softskills und weitere persönliche Kompetenzen sind hier also maßgebend. Es empfiehlt sich daher unbedingt das Anfertigen eines Motivationsschreibens! Hier kannst du eine DinA4-Seite als deine kleine Bühne nutzen, dich präsentieren und darlegen, warum gerade du der passende Kandidat für einen bestimmten Studiengang bist.

Überzeugt deine Bewerbung, laden private Hochschulen vielversprechende Kandidaten in der Regel zu einem Bewerbertag oder Assessment Day ein. Dieser besteht meist aus einem hochschulinternen Eignungstest und einem persönlichen Auswahlgespräch. Mit dem Eignungstest soll der Wissensstand des Bewerbers zu verschiedenen Themen getestet werden und das Auswahlgespräch soll feststellen, ob der Bewerber nicht nur fachlich, sondern auch menschlich zu überzeugen weiß und zum Profil der Hochschule passt.

Voraussetzungen für ein Wirtschaftsrecht Studium

Wie beim Zulassungsverfahren, können auch die Voraussetzungen für ein Wirtschaftsrecht Studium recht unterschiedlich sein.

Bachelor

Für ein Bachelorstudium im Bereich Wirtschaftsrecht gelten fast immer folgende Anforderungen: 

  • Allgemeine Hochschulreife (Abitur) oder
  • Fachhochschulreife oder
  • Fachgebundene Hochschulreife
  • Teilweise auch berufliche Qualifizierung (z. B. fachverwandte Ausbildung mit einschlägiger Berufserfahrung oder ein Meistertitel)

Hinzu kommen weitere Anforderungen, abhängig vom Studiengang. So kann ein besonders international ausgerichteter Wirtschaftsrecht Studiengang auch Englischkenntnisse erfordern. Je nach Hochschule können deine Schulkenntnisse ausreichen. Manchmal ist aber auch ein bestimmtes Sprachniveau gefordert, welches einen anerkannten Sprachtest (z. B. TOEFL oder IELTS) von dir verlangt.

Bei einem berufsbegleitenden Studium wird zudem meist auch eine aktuelle einschlägige Berufstätigkeit verlangt.

Master

Ein Masterstudium im Bereich Wirtschaftsrecht setzt in der Regel einen einschlägigen Hochschulabschluss in verwandter Fachrichtung oder das 1. juristische Staatsexamen voraus.

Auch verlangen viele Hochschulen eine bestimmte Durchschnittsnote im Bachelorabschluss. Bei berufsbegleitenden Masterstudiengängen, wie sie im Bereich Wirtschaftsrecht meist konzipiert sind, muss zudem meist noch eine aktuelle einschlägige Berufstätigkeit vom Bewerber nachgewiesen werden.

Mehr noch als beim Bachelor, muss der Bewerber für einen Master im Bereich Wirtschaftsrecht ein gewisses Sprachniveau in Englisch, durch einen anerkannten Sprachtest nachweisen.

In unseren ausführlichen Studiengangsbeschreibungen findest du noch mehr Infos zu den Zugangsvoraussetzungen.

Bewerbung bei der Hochschule

Wenn du dir im Klaren bist, was du studieren möchtest, solltest du dich rechtzeitig über dein Wunschstudium informieren, um nicht mögliche Fristen zum Bewerbungsverfahren zu verschlafen. Wie in so vielen Dingen, unterscheidet sich auch das Bewerbungsverfahren an staatlichen und privaten Hochschulen voneinander. Nachfolgend findest du eine Übersicht, wie man sich für ein Wirtschaftsrecht Studium bewirbt.

Staatliche Hochschulen

Die Zulassung an staatlichen Hochschulen ist relativ einheitlich gehalten. Auf der Homepage der jeweiligen Hochschule informierst du dich, welche Unterlagen für deine benötigt werden und versendest sie. An den meisten Hochschulen ist die Studienbewerbung mittlerweile durch ein Online-Bewerbungsportal geregelt, hier kannst du deine Zeugnisse und andere erforderliche Unterlagen hochladen, aber auch der postalische Weg ist möglich.

Bei einer Zusage zum Studium kannst du dich nun bei der jeweiligen Hochschule immatrikulieren, ansonsten musst du leider die Augen nach deinem Wunschstudium weiter offen halten. Folgende Unterlagen werden in der Regel benötigt: 

  • personenbezogene Daten
  • Lichtbild
  • Lebenslauf
  • Abiturzeugnis o. Ä. bzw. beglaubigte Kopie
  • Zeugnis des Erststudiums bei einem Masterstudium
  • evtl. geforderte Nachweise (z. B. Sprachkenntnisse, Berufserfahrung, Praktikumsnachweis etc.)
  • evtl. Motivationsschreiben 

An staatlichen Hochschulen gibt es feste Bewerbungszeiträume. Für Zulassungsbeschränkte Studiengänge endet die Bewerbungsfrist im Wintersemester am 15. Juli und für das Sommersemester am 15. Januar. Bei zulassungsfreien Studiengängen ist die Bewerbungsfrist in der Regel deutlich länger.

Private Hochschulen

Bei privaten Hochschulen ist das Bewerbungsverfahren keineswegs einheitlich geregelt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wirst du ein hochschuleigenes Bewerbungsverfahren durchlaufen.

Ähnlich wie beim Bewerbungsverfahren für eine staatliche Hochschule, musst du auch an einer privaten Hochschule verschiedene Unterlagen einreichen – dies kannst du in der Regel auch online tun. Im Grunde sind es dieselben Unterlagen, die auch für ein Studium an einer staatlichen Bildungseinrichtung benötigt werden: 

  • Personenbezogene Daten
  • Lichtbild
  • Lebenslauf
  • Abiturzeugnis o. Ä. bzw. beglaubigte Kopie
  • Zeugnis des Erststudiums bei einem Masterstudium
  • Evtl. geforderte Nachweise (z. B. Sprachkenntnisse, Berufserfahrung, Praktikumsnachweis etc.) 
  • Motivationsschreiben

Dem Motivationsschreiben wird für eine Bewerbung an einer staatlichen Hochschule meist eine größere Bedeutung beigemessen und ist gewöhnlich auch obligatorisch mit den anderen Bewerbungsunterlagen einzureichen. Wie weiter oben schon erklärt, bildet das Motivationsschreiben einen Eckpfeiler im Bewerbungsverfahren von privaten Hochschulen.

Den zweiten Teil des Bewerbungsprozesses bilden ein hochschulinterner Eignungstest und ein persönliches Auswahlgespräch. Hast du alle diese Hürden gemeistert, steht deinem Traumstudium nun nichts mehr im Wege.

Anders als an staatlichen Hochschulen, gibt es an privaten Hochschulen oftmals keine festen Bewerbungsfristen. Meistens kann man sich das ganze Jahr über bewerben: Wer früh dran ist, hat damit die besseren Karten!

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