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Motivationsschreiben für das Wirtschaftsrecht Studium – Tipps und Infos

Was ist ein Motivationsschreiben und was muss ich beim Verfassen eines solchen Schreibens beachten? Diese und weitere Fragen möchten wir dir in diesem Artikel beantworten. Zusätzlich geben wir dir weitere nützliche Tipps an die Hand - So wird deine Bewerbung für das Wirtschaftsrecht Studium garantiert ein Erfolg!

Die Zugangsvoraussetzungen zu einem Wirtschaftsrecht Studium können von Hochschule zu Hochschule stark variieren. Auf der Liste der erforderlichen Bewerbungs- bzw. Immatrikulationsunterlagen kann zum Beispiel auch ein "Motivationsschreiben" aufgeführt sein. Mit dieser Erklärung sollen Bewerberinnen und Bewerber deutlich machen, warum sie sich für diesen Studiengang entschieden haben und den Bildungsanbieter überzeugen, bestens dafür geeignet zu sein.

Nicht alle Institutionen verlangen dieses Schreiben ‒ es kann aber sinnvoll sein, es ergänzend beizufügen, da es die eigene Zielstrebigkeit unterstreicht. Der folgende Artikel gibt dir wichtige Tipps und Tricks mit an die Hand, auf die du bei deinem nächsten Motivationsschreiben für ein Wirtschaftsrecht Studium achten solltest.

Was ist das Motivationsschreiben?

Möchte sich eine Hochschule ein Gesamtbild über ihre Bewerber machen, wird in einigen Fällen ein Motivationsschreiben gefordert. Das Schreiben, das aufgrund seiner Position in der Bewerbung – und zwar hinter Bewerbungsschreiben und Lebenslauf – auch dritte Seite genannt wird, dient dazu, die Beweggründe für die eigene Bewerbung zu verdeutlichen, persönliche Informationen darzulegen und besondere Qualifikationen zu betonen. Hier hast du die Möglichkeit, deine Stärken zu präsentieren und dich so von anderen Bewerbern abzuheben. Folgende Fragen solltest du im Motivationsschreiben beantworten:

  • Warum möchtest du genau dieses Studienfach belegen?
  • Warum möchtest du unbedingt an dieser Hochschule studieren?
  • Wie bist du auf den Studiengang und die Hochschule aufmerksam geworden?
  • Warum bist du für das Studium besonders geeignet?
  • Welche fachlichen und persönlichen Kompetenzen kannst du vorweisen?
  • Welche Ziele verfolgst du mit dem Studium?

Das Motivationsschreiben dient dazu, Hochschulen von deinen Qualitäten zu überzeugen und aus der Masse herauszustechen. Wer mit vernünftiger Selbsteinschätzung Überzeugt und seine Motivation klar darlegen kann, hat die Chance, bereits früh im Bewerbungsverfahren Pluspunkte sammeln.

Hochschulen, die ein Wirtschaftsrecht Studium anbieten

Bist du noch auf der Suche nach dem passenden Wirtschaftsrecht Studium? In unserer Datenbank findest du alle Hochschulen, die den Studiengang anbieten.

Tipps und Infos zum Motivationsschreiben

5 Tipps zum Motivationsschreiben für ein Wirtschaftsrecht Studium

Argumente für die Zulassung finden

Im Wirtschaftsrecht vereinen sich ökonomische und juristische Zusammenhänge. Diese Kombination setzt also gleich in doppelter Hinsicht besondere Stärken und Interessen voraus. Das Motivationsschreiben bietet die Möglichkeit, diese positiven Seiten hervorzuheben. Denn: Abschlusszeugnis und Lebenslauf sagen zwar auch schon so einiges über den Bewerber aus, doch hierbei handelt es sich um eine Auflistung von Schulnoten und knappen Fakten. Wo aber könntest du dort beispielsweise erklären, dass du dich schon lange privat mit dem Thema Statistik beschäftigst und dir eine berufliche Laufbahn als Insolvenzverwalter vorstellst?

Im Motivationsschreiben könntest du zum Beispiel verdeutlichen, dass dir die mathematischen Inhalte des Studiums liegen werden und es sinnvoll ist, einen Studiengang mit Wahlmodulen im Bereich Insolvenzrecht zu absolvieren. Bei einigen Hochschulen erlaubt dir der Master-Studiengang „Wirtschaftsrecht“ eine Vertiefung auf einen von vier Bereichen, unter anderem „Finanzierung, Bank- und Insolvenzrecht“ oder „Steuerrecht und Wirtschaftsprüfung“.

Sich gut informieren

Es gibt Studieninteressierte, die sich quasi blind bei verschiedenen Hochschulen für ein Wirtschaftsrecht Studium bewerben, denn "bei Studiengängen mit dem gleichen Namen kann es doch keine großen inhaltlichen Unterschiede geben" - so die Vermutung. Natürlich sind viele betriebswirtschaftliche und juristische Inhalte in jedem Fall Voraussetzung für den Bachelor-Abschluss und die Akkreditierung von Studiengängen gewährleistet Einheitlichkeit. Doch die Struktur kann sich zum Beispiel durch Wahlmodule, Praxisanteile und Spezialisierungsmöglichkeiten unterscheiden. Vergleichbares gilt für die Umsetzung in der jeweiligen Hochschule und deren Ausstattung.

Die Hochschule überzeugen

Es macht einen guten Eindruck, wenn du im Motivationsschreiben erklären kannst, warum du dich gerade für diesen Studiengang bei genau dieser Bildungseinrichtung bewirbst. So könntest du bei einer Fachhochschule oder beim dualen Studium angeben, dass dir Dozenten wichtig sind, die selbst aus der freien Wirtschaft kommen ‒ dies ist bei den entsprechenden Anbietern oftmals der Fall. Natürlich solltest du dir ganz sicher sein, dass es sich so verhält, indem du dir zum Beispiel die Webseite der Hochschule genau ansiehst.

Gekonnte Selbstdarstellung

Schwerpunkt des Schreibens ist die Antwort auf die Frage, warum man diesen Studiengang unbedingt absolvieren möchte. Sie sollte mit umfassenden persönlichen Erfahrungen, Interessen und Fähigkeiten untermauert werden. Nun ist es nicht jedermanns Sache, die eigenen Stärken ins Rampenlicht zu stellen. Doch wie bei der gesamten Bewerbung gilt: keine falsche Bescheidenheit. Schließlich verrät der Begriff "bewerben" schon, worauf es hier ankommt: Es geht darum, Eigenwerbung zu betreiben. Selbstbewusstsein ist in höheren Positionen eine Grundvoraussetzung. Es schadet also nicht, dieses unter Beweis zu stellen. Allerdings sollte man dabei sachlich bleiben und nicht protzen.

Veränderungen begründen

Im Motivationsschreiben lassen sich mögliche Widersprüche oder Lücken im Lebenslauf erklären. Wenn jemand etwa die Zeit der Arbeitssuche mit ehrenamtlichen Tätigkeiten überbrückt und dabei sein wahres Berufsziel erkannt hat, hinterlässt dieser einen besseren Eindruck als jemand, der wartend auf dem Sofa saß. Falls das angestrebte Studium mit einem Numerus Clausus (NC) belegt ist, den der Bewerber nicht erfüllt, lässt sich dies allerdings kaum mit einer schriftlichen Erklärung gerade biegen.

Die 5 häufigsten Fehler bei Motivationsschreiben

Zwar hast du bei der Erstellung deines Motivationsschreibens viel Freiraum – doch einige Fehler solltest du unbedingt vermeiden:

  • Floskeln: Ein Motivationsschreiben sollte möglichst individuell für die jeweilige Hochschule verfasst werden. Vermeide geläufige Floskeln und Phrasen und belege deine Kompetenzen stattdessen mit Beispielen aus deinem Leben.
  • Rechtschreibfehler: Achte unbedingt darauf, Fehler zu vermeiden, da sonst der Eindruck entstehen könnte, dass du nicht sorgfältig arbeitest. Bitte jemanden aus deinem Bekanntenkreis darum, dein Motivationsschreiben gegenzulesen.
  • Wiederholung des Lebenslaufes: Das Motivationsschreiben sollte keine Nacherzählung des Lebenslaufes sein. Zwar kannst du Bezug auf die dort genannten Inhalte nehmen, aber im Vordergrund sollten neue Informationen stehen.
  • Zu viel Text: Beschränke dich auf die wichtigsten Inhalte. Dein Motivationsschreiben sollte nicht mehr als eine Seite umfassen.
  • Falsche Selbstdarstellung: Auf deine bisherigen Leistungen und Erfolge darfst du selbstverständlich stolz sein, zu viel Eigenlob gilt es jedoch zu vermeiden.

Checkliste zum Motivationsschreiben

Hast du bei deinem Motivationsschreiben alles bedacht? In unserer Checkliste haben wir die die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

  • Wird die empfohlene Länge eingehalten?
  • Ist der Text fehlerfrei?
  • Ist das Schreiben individuell?
  • Ist eine klare Struktur (Einleitung, Hauptteil und Schluss) vorhanden?
  • Ist der Text übersichtlich? Sind genug Absätze vorhanden?
  • Werden gute Beispiele und Argumente angeführt?
  • Entspricht das Design den restlichen Unterlagen? 

Beispiel Motivationsschreiben für ein Wirtschaftsrecht Studium

Hinsichtlich der Gestaltung bietet das Motivationsschreiben Spielraum. In vielen Branchen, etwa in Medienberufen, kommt es sogar oft gut an, wenn der Bewerber seine Kreativität unter Beweis stellt. Bei Wirtschaftsrecht sollte man zwar eher auf Schnörkel verzichten, doch die eigene Persönlichkeit darf bzw. sollte dennoch zum Ausdruck kommen. Wichtig ist natürlich auch, dass der Text gut strukturiert ist und in einwandfreier Rechtschreibung und Grammatik verfasst wurde. Wer Sprachgefühl beweist, hat es im Studium schließlich auch leichter. Und: Es ist sinnvoller, Aussagen auf den Punkt zu bringen als seitenweise zu schwadronieren. Die empfohlene Länge für diesen Teil der Bewerbung ist ein bis zwei DIN A-4-Seiten.

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Laptop, Bleistift und Radiergummi auf großem Blatt Papier

Um dir eine genauere Vorstellung von dem zu geben, wie ein Motivationsschreiben aussieht, haben wir dir eine Vorlage für ein Motivationsschreiben bereitgestellt.

Zum Beispiel Motivationsschreiben

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