Kosten & Studienfinanzierung des Wirtschaftsrecht Studiums

Wohnung, Lebensmittel, Klamotten, Telefon, Internet und natürlich auch noch die ein oder andere Party – das Leben als Student kann ziemlich teuer sein. Vor allem, wenn man in eine andere Stadt ziehen muss und nicht mehr im Hotel Mama logiert. Damit du weißt, was dich im Wirtschaftsrecht Studium an Ausgaben erwartet, haben wir einen Überblick über die Kosten des Studiums und die passende Studienfinanzierung zusammengestellt.

Laut der letzten Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks aus dem Jahr 2016 haben Studenten monatlich im Durchschnitt 918 Euro zur Verfügung. Das ist ja eigentlich nicht so wenig, möchte man meinen, wer sich aber die Kosten für ein Studium anschaut der weiß, dass damit kein Luxusleben möglich ist. Zwar haben sich die "Einnahmen", die Studenten monatlich im Studium haben, in den letzten Jahren gesteigert, allerdings sind die Lebenshaltungskosten auch gestiegen:

Man sieht also, dass der Durchschnitt von 918 Euro pro Monat sehr relativ ist. So erhalten z.B. 10 % aller Studenten über 1.300 Euro an Unterstützung monatlich. Das kann die Vollfinanzierung durch wohlhabende Eltern, aber auch ein sehr lukrativer Job, z. B. als Selbständiger sein. Auch regional herrschen unterschiedliche Bedingungen. So verfügen Studenten in Sachsen über durchschnittlich 798 Euro im Monat während Studierende in Hamburg rund 300 Euro mehr pro Monat zur Verfügung haben.

Kosten für ein Wirtschaftsrecht Studium

Jetzt weißt du, wie viel Geld du als Student ungefähr zur Verfügung hast, doch wie sieht es mit den Kosten aus? Was bleibt dir von deinem Geld als Student übrig und wie viel werden für Miete, Essen, und sonstige Kosten fällig?

Unterkunft

Während deines Studiums musst du natürlich irgendwo wohnen. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, die für unterschiedliche Geldbeutel in Frage kommen. Natürlich macht es auch einen Unterschied, ob du dein Studium in einer relativ günstigen Stadt wie Görlitz beginnst oder ob du dir eine Unterkunft in München, Frankfurt a. M. oder Hamburg suchst. Hier musst du im Schnitt mit etwa 500 Euro pro Monat für eine Ein-Zimmer Wohnung rechnen. Generell lässt sich sagen, dass du im Osten der Republik deutlich günstiger wohnst als im Westen oder Süden Deutschlands. So kostet eine kleine Wohnung in Leipzig durchschnittlich nur 380 Euro.

Welche Wohnoptionen hast du noch?

Wohnheim

In vielen Hochschulstädten gibt es gleich mehrere von den günstigen Wohnalternativen für Studenten – die Rede ist von Wohnheimen. Dort lebst du mit anderen Studenten in einem Haus. Räume wie Küche, Bad oder Wohnzimmer (sofern vorhanden) werden gemeinschaftlich genutzt und müssen von jedem sauber gehalten werden. Die Miete im Wohnheim richtet sich nach Ausstattung und Größe des Zimmers, das du anmieten möchtest. Für ein Wohnheim-Zimmer der Studentenwerke musst du durchschnittlich 234 Euro im Monat zahlen.

Achtung: Die Zimmer in Wohnheimen sind beliebt. Kümmere dich deshalb rechtzeitig um einen Platz!

Wohngemeinschaft (WG)

Keinen Platz im Wohnheim gefunden? Nicht schlimm! Dann suchst du dir halt ein Zimmer in einer netten Wohngemeinschaft. Hier teilst du dir mit anderen Studenten eine private Wohnung. Jeder hat sein eigenes Zimmer, gemeinschaftlich genutzt werden Küche, Bad und ggfls. Wohnzimmer. Je nach Stadt sind auch hier die Kosten für ein Zimmer in einer WG unterschiedlich. Im Durchschnitt zahlen Studenten in einer WG 280 Euro im Monat.

Augen auf bei der Wahl deiner Mitbewohner – wenn du nicht schon bald wieder umziehen willst, lohnt es sich vor dem Einzug mit den potenziellen Mitbewohnern Zeit zu verbringen. So kann man vorher ausloten, ob ein Zusammenleben möglich ist.

Eigene Wohnung

Die Premiumlösung, weil teuerste – eine eigene Wohnung. Die Freiheiten und Ruhe, die eine eigene Wohnung mit sich bringt, kommen dich leider teuer zu stehen. Durchschnittlich 357 Euro werden für eine eigene Wohnung fällig, in den großen Metropolen wirst du aber wahrscheinlich für diesen Preis nicht einmal ein WG-Zimmer bekommen, geschweige denn eine eigene Wohnung.

Semesterbeitrag

Als Student an einer staatlichen Hochschule wird ein Semesterbeitrag fällig. Dieser setzt sich aus Beiträgen für das Studentenwerk, der studentischen Selbstverwaltung (AStA) und teilweise auch dem Semesterticket zusammen. Wie der Name schon verrät, wird dieser Betrag einmal pro Semester fällig und liegt, je nach Hochschule, zwischen 100 und 350 Euro.

Lebenshaltungskosten

Die Lebenshaltungskosten beinhalten alles, was man für das alltägliche Leben so braucht. Dazu zählen Miete, Essen, Kleidung, Freizeitgestaltung, aber auch Krankenversicherung, Handy oder Internet. Laut einer aktuellen Erhebung des Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), zahlt ein deutscher Student durchschnittlich 794 Euro im Monat für seine Lebenshaltungskosten.

So klappt die Studienfinanzierung

5 Möglichkeiten der Studienfinanzierung

Wer sich im Studium nicht nur auf die Überweisung der Eltern und/oder des BAföG-Amts verlassen will, der hat verschiedenste Finanzierungsmöglichkeiten. Die meisten Studenten setzen bei ihrer Studienfinanzierung auf einen Mix aus Eltern, BAföG und Nebenjob. Dazu kommen weitere Möglichkeiten, wie z.B. Stipendien, Bildungskredit oder Kindergeld. Damit du dir auch mal das ein oder andere Abendessen außer Haus leisten kannst, haben wir dir hier eine Übersicht der 5 besten Möglichkeiten der Studienfinanzierung zusammengestellt.

Die Familie

Die eigene Familie ist sicherlich für die Studierenden die erste Anlaufstelle, wenn es um die Studienfinanzierung geht. Die finanzielle Zuwendung variiert dabei sehr stark nach Einkommen und Vermögen der Eltern, Großeltern & Co. und reicht von der Überlassung des Kindergelds bis hin zur Komplettfinanzierung. Laut der letzten Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks lag die durchschnittliche finanzielle Zuwendung der Eltern bei 541 Euro pro Monat.

BAföG

Wenn die Eltern das Studium nicht mit ausreichenden Beträgen bezuschussen können, kommt das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) ins Spiel. Ziel des BAföG ist es, jedem, der studieren will, dieses auch zu ermöglichen. So soll auch Kindern aus einkommensschwachen Familien der Zugang zur Hochschule ermöglicht werden. Wie viel Geld dir vom BAföG-Amt ausgezahlt wird, wird individuell berechnet und hängt vom Einkommen deiner Eltern und deinem eigenen Vermögen ab. Zurzeit liegt die maximale Förderung bei 735 Euro im Monat, durchschnittlich werden 435 Euro ausgezahlt. Nach dem Studium muss ein Teil die Hälfte des Geldes, maximal 10.000 Euro, zurückgezahlt werden.

Übrigens: Seit Oktober 2010 wird ein leistungsabhängiges Stipendium bis 300 Euro monatlich nicht mehr vom BAföG abgezogen.

Jobben

Zwei kleine Jungen in Anzug und Brille sitzen neben einer gebastelten GeldmaschineWer neben seinem Studium arbeitet, verdient nicht nur Geld, sondern sammelt auch wichtige Praxiserfahrung. Umso wichtiger ist es, sich einen Job in einem Bereich zu suchen, der mit dem Studium verwandt ist. Für angehende Wirtschaftsjuristen wäre z. B. eine studentische Mitarbeit in einer Bank, einer Versicherung oder einer Wirtschaftsprüfung sicherlich interessant. So erweitert man zudem auch sein Netzwerk und kann vielleicht direkt wichtige Kontakte für den Berufsstart knüpfen.

In Deutschland verdienen rund 61 Prozent aller Studierenden nebenbei noch Geld. Dabei muss es nicht immer nur das Kellnern sein. Viele Unternehmen beschäftigen mittlerweile Werkstudenten oder studentische Hilfskräfte – da ist die Wahrscheinlichkeit, einen spannenden Job neben dem Studium zu ergattern, relativ hoch.

Wie viel du neben deinem Studium verdienen kannst, hängt von deiner persönlichen Situation ab. Die meisten Hochschulen bieten neben den Fachberatungen auch Sozialberatungen an – hier kannst du all deine Fragen rund um das Thema Studienfinanzierung loswerden.

Der etwas andere Nebenjob: Testimonial oder Versuchsperson

In vielen Bereichen werden regelmäßig Testimonals gesucht. Marktforschungsunternehmen zahlen Geld für das Ausfüllen von Umfragen, Krankenhäuser Geld fürs Blutspenden. Oder ist demnächst eine Friseur- oder Hochzeitsmesse in deiner Stadt? Dann werden bestimmt Leute gesucht, die sich live auf der Bühne die Haare schneiden lassen oder bestimmte Hochzeitskleider vorführen. Die Möglichkeiten sind vielseitig.

Für etwas Wagemutigere gibt es dann noch die klinischen Studien. Hier muss man z. B. bestimmte Medikamente testen oder an Studien teilnehmen. Für das vorhandene Risiko gibt es natürlich auch Geld. Ob es einem das Wert ist, muss jeder selbst für sich entscheiden.

Stipendium

Wer nicht arbeiten möchte oder aufgrund der großen Belastung durch das Studium keine Zeit dafür hat, der sollte auf Stipendium-Suche gehen. In Deutschland gibt es zahlreiche Stiftungen und Privatpersonen, die mit Geld- oder Sachleistungen ausgewählte Studenten unterstützen. Meistens wird bei der Auswahl der Stipendiaten Wert auf soziale Fähigkeiten und gute Abschlussnoten Wert gelegt.

Es gibt aber durchaus auch andere Auswahlkriterien. Wer jetzt denkt, "Ich bekomme doch sowieso kein Stipendium", hat schon verloren. Versuchen kostet nichts und wenn man doch ein Stipendium ergattern kann, ist die Freude umso größer.

Der Stipendienlotse, ein Datenbank des Bundesministerium für Bildung und Forschung, hat für dich alle Stipendienangebote in Deutschland aufgenommen und verschafft dir einen guten Überblick zur Finanzierung deines Studiums durch ein Stipendium.

Studienkredit oder Bildungsdarlehen

Die Bundesregierung hat mit der staatlichen KfW Bank eine Möglichkeit für Studenten geschaffen, zusätzlich zum BAföG einen günstigen Kredit fürs Studium aufzunehmen. Der sogenannte Bildungskredit ist für die Phasen des Studiums vorgesehen, in denen kein BAföG gezahlt wird oder wenn in einem Semester mal erhöhte Kosten anfallen. Der geliehene Betrag muss komplett zurückgezahlt werden, wird aber nur sehr niedrig verzinst. Im Gegensatz zum BAföG ist der Bildungskredit auch unabhängig vom Vermögen deiner Eltern oder dir.

Auch ein Bildungsdarlehen kann gute eine Möglichkeit sein, das Studium zu finanzieren. Hier sollte man aber die Angebote verschiedener Anbieter vergleichen und abwägen, welches Angebot am besten zu einem passt. So können die Modalitäten der einzelnen Geldinstitute hinsichtlich der Auszahlung, der Rückzahlung und der Kreditvergabe erheblich voneinander abweichen. Eine gute Entscheidungsgrundlage bietet der CHE-Studienkredittest 2017, der 43 Studienkredite und Bildungsfonds vergleicht.

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