Gehalt von Wirtschaftsjuristen

Zahlen sich die mindestens drei Jahre Wirtschaftsrecht Studium aus? Was verdienen Wirtschaftsjuristen nach dem Studium und im weiteren Berufsleben überhaupt? Antworten auf diese und weitere Fragen rund um das Gehalt von Wirtschaftsjuristen sowie eine ausführlich recherchierte Gehaltstabelle findest du in diesem Artikel.

Achtung! Die Zahlen, die wir hier vorstellen sind lediglich als Orientierungshilfe gedacht und nicht als unumstößliche Tatsache zu verstehen! Abweichungen, sowohl nach oben als auch nach unten, sind immer möglich und unterliegen verschiedenen Einflussfaktoren. Auch ist es schwierig einen genauen Gehaltsüberblick zu geben, da auf vielen Gehaltsvergleichs-Seiten oft nicht trennscharf die Abschlüsse der jeweiligen Absolventen unterschieden wird – eine genaue Unterscheidung zwischen Wirtschaftsrecht- und Jura-Absolventen ist so oft nicht möglich.

Das verdienen Wirtschaftsjuristen

Beispiele für Gehälter von Wirtschaftsjuristen

Fangen wir mit dem spannendsten Teil an: Konkrete Gehaltsbeispiele, die wir für dich aus dem Netz zu unterschiedlichen Berufen im Bereich Wirtschaftsecht recherchiert haben.

Hier eine klare Aussage zur Gehaltsentwicklung mit zunehmender Berufserfahrung zu treffen, ist nahezu unmöglich. Wer schon mit einem hohen Gehalt einsteigt, gute Arbeit leistet und sich z. B. nebenberuflich noch mit einem Master of Laws (LL.M.) weiterbildet, wird sicherlich über recht gute Gehaltszuwächse berichten können.

PostitionBrancheAlter & GeschlechtUnternehmensgrößeJahresbrutto (Euro)
WirtschaftsjuristAutoindustrie39, männlichSehr groß50.144
Wirtschaftsjurist / FinanzökonomBankwesen38, weiblichSehr groß68.340
UnternehmensjuristMedien, Presse35, weiblichGroß90.812
UnternehmensjuristVerbände32, weiblichMittel50.460
Mergers  AquisitionsIT-Branche34, weiblichSehr groß65.690
Mergers AquisitionsSteuerberatung, Wirtschaftsprüfung34, männlichSehr groß84.070
Mergers AquisitionsKonsum- und Gebrauchsgüter30, weiblichSehr groß60.541
Mergers AquisitionsEnergie, Wasser, Umwelt, Entsorgung41, männlichSehr groß114.992
InsolvenzverwalterRechtsberatung39, weiblichMittel58.910
PersonalsachbearbeitungMedien, Presse36, weiblichSehr groß51.447
MediatorRechtsberatung49, männlichKlein32.782
MediatorFinanzdienstleistung34, männlichMittel56.191
VertragsmanagerTransport & Verkehr53, weiblichSehr groß55.698
VertragsmanagerUnternehmensberatung31, weiblichSehr groß92.479
VertragsmanagerMaschinenbau33, männlichGroß51.334
VertragsmanagerIT-Branche42, männlichGroß77.168
Compliance OfficerBankwesen49, männlichSehr groß75.555
Compliance OfficerEnergie, Wasser, Umwelt, Entsorgung 45, weiblichSehr groß116.029
Compliance OfficerChemie, Verfahrenstechnik50, weiblichSehr groß60.541
Legal Affairs ManagerMedien, Presse35, männlichKlein27.114
Legal ManagerMaschinenbau36, männlichMittel71.560
SteuerberaterSteuerberatung, Wirtschaftsprüfung31, weiblichMittel45.591
SteuerberaterSteuerberatung, Wirtschaftsprüfung33, männlichMittel90.037
WirtschaftsprüferSteuerberatung, Wirtschaftsprüfung50, männlichKlein137.385
WirtschaftsprüferSteuerberatung, Wirtschaftsprüfung42, weiblichSehr groß134.452

Quelle: Gehalt.de
Klein: bis 20 Mitarbeiter | Mittel: 21-100 Mitarbeiter | groß: 101-1.000 Mitarbeiter | sehr groß: über 1.000 Mitarbeiter

Einstiegsgehalt nach dem Wirtschaftsrecht Studium

Da es so viele verschiedene Bereiche gibt, in denen Absolventen eines Bachelors Wirtschaftsrecht arbeiten können, ist auch die Spanne der Einstiegsgehälter sehr breit gefächert. Um Licht in das Dunkel der Gehaltsebenen zu bringen, hat die Universität Lüneburg eine Umfrage unter ihren Absolventen durchgeführt. Als Ergebnis gibt die Uni eine Spanne von 35.000 – 40.000 Euro pro Jahr (brutto) an. Eine weitere Studie kommt vom Bundesverband der Wirtschaftsjuristen von Fachhochschulen. Im Jahr 2001 hat man bei einer Umfrage unter Wirtschaftsrecht Absolventen ein durchschnittliches Einstiegsgehalt von ca. 39.000 Euro herausgefunden. Das dürfte mittlerweile deutlich höher liegen. 

Wir wollten uns nicht nur auf Studien verlassen, sondern haben einige Absolventen auf Karriereportalen nach ihrem Gehalt gefragt. Hier sind ihre Antworten:

Stimmen zum Einstiegsgehalt

Sandra K.:

„Ich habe meinen Bachelor in Wirtschaftsrecht gemacht und vor einigen Wochen bei einem DAX Konzern in der Personalabteilung angefangen. Mein Einstiegsgehalt beträgt 42.000 Euro. Weiterhin habe ich mich mit vielen Kommilitonen unterhalten, die nun ebenfalls mit ihrem ersten Job angefangen haben. Dabei hat sich beim Einstiegsgehalt eine Spanne von 38.000 – 48.000 Euro ergeben.“

Björn Z.:

"Ich (25 Jahre, LL.B.) habe mit 25.000 Euro in einer mittelgroßen Insolvenzverwaltung angefangen. Von einem Freund, der auch in die Insolvenzverwaltung gegangen ist, weiß ich, dass er in Berlin 35.000 Euro brutto im Jahr verdient."

Christian V.:

„Da ich vor kurzem erst meinen Bewerbungsmarathon durchlaufen habe, kann ich mal einen ganz guten Einblick geben. Ich habe mein Bachelorstudium Wirtschaftsrecht mit 2,2 beendet und folgende Erfahrungen gemacht: – BIG4 Wirtschaftsprüfungen (auch abhängig vom Standort): ca. 43.000 Euro plus Bonus – Mittelständische Wirtschaftsprüfung: ca. 42.000 Euro plus Bonus. – große Anwaltskanzlei: 50.000 Euro – Bank: 45.000 Euro”

Frank B:

„Ich habe den Bachelor of Laws sowie eine Weiterbildung zum Wirtschaftsmediator (FH) gemacht und habe eine Stelle als Assistent der Geschäftsführung. Mein Einstiegsgehalt lag bei 31.000 Euro.“

Christina S.:

„Ich bin Wirtschaftsjuristin mit dem Bachelor of Laws. Ich habe insgesamt 8 Semester studiert, also etwas länger als normal. Vor dem Studium hatte ich schon eine Ausbildung abgeschlossen. Das Studium habe ich mit einer guten 2 beendet und danach bei einer großen Wirtschaftsprüfung angefangen. Ich komme im ersten Berufsjahr auf 41.000 Euro.“

Michael G.:

"Ich habe bis 2010 Wirtschaftsrecht auf Diplom studiert und danach in einer Anwaltskanzlei angefangen. Zum Einstieg betrug mein Verdienst 50.000 Euro und ich konnte noch 10 % Bonus p.a. erreichen."

Faktoren, die das Gehalt beeinflussen

Es gibt jede Menge Faktoren, die das Gehalt zum Teil sehr stark beeinflussen. Dazu zählen natürlich persönliche Eigenschaften wie das Auftreten und Verhalten beim Bewerbungsgespräch und vor allem die Noten aus dem Studium sowie die Praxis- und Berufserfahrung, die man mitbringt.

Daneben ist auch die Region, in der man sich bewirbt, nicht zu verachten. In Deutschland gibt es ein Süd-Nord-Gefälle: Im Süden, vor allem in München, sind die Gehälter für die gleiche Position oft höher als z. B. in Schwerin oder Kiel.

Außer Acht lassen darf man auch nicht die Größe des (Wunsch)Unternehmens. Große Firmen zahlen ein höheres Gehalt als kleine und mittelständische Unternehmen. Allerdings kann man in den kleineren Firmen meistens viel mehr Verantwortung übernehmen und ist nicht nur ein kleines Rädchen, sondern hat wirklich Einfluss. Das kann das eventuell geringere Gehalt ausgleichen.

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