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Studieren während der Corona-Pandemie

Innerhalb weniger Monate hat das Coronavirus die Studierendenwelt auf den Kopf gestellt und einige Konsequenzen nach sich gezogen. Wann der reguläre Studienbetrieb mit uneingeschränktem Präsenzunterricht wieder aufgenommen werden kann, ist noch nicht absehbar. Die Strategiepläne und Lösungen für einen teilweise digitalen Fortbetrieb des Lehrangebots werden stetig angepasst. Wir erklären dir, was das für das Wirtschaftsrecht Studium bedeutet.

Auswirkungen des Virus auf die Hochschulwelt

Im Wintersemester 2021 findet der Hochschulbetrieb an vielen Ausbildungsstätten teils in Präsenz und teils digital statt. Die Umsetzung des Hochschulbetriebs wie auch die Durchführung von Schutzmaßnahmen obliegt den Hochschulen entsprechend den Maßnahmen und Sonderregelungen der jeweiligen Bundesländer. Für die Teilnahme an Präsenzveranstaltung gelten die 3G-Regel und gegebenenfalls weitere Schutzmaßnahmen wie das Tragen einer FFP2-Maske. Einzelheiten über deine Semesterplanung und Präsenzveranstaltung erfährst du von deiner Fakultät.

Seit dem Sommersemester 2020 wurden zahlreiche Regelungen für den Hochschulbetrieb an die erschwerten Bedingungen des digitalen Hochschulstudiums angepasst. In einigen Bundesländern zählen dazu unter anderem die Verlängerung der Regelstudienzeit um ein Semester sowie die Freiversuchsregelung bei einer nicht bestandenen Prüfung. Diese Verordnungen galten vorerst bis zum 30. September 2021 und werden, abhängig vom Bundesland, teilweise fortgeführt.

Folgen für BAföG, Erasmus+ und Co.

Beruhigendes zu Beginn: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat betont, Studierende haben in Bezug auf ihre BAföG-Förderung keine finanziellen Nachteile aufgrund der Corona-Auswirkungen im Hochschulbereich zu befürchten. Auch wenn sich beispielsweise der Semesterstart verschiebt, wie es im Sommersemester 2020 der Fall war, besteht ein BAföG-Anspruch ab dem ursprünglich ausgewiesenen Semesterbeginn.

Du hast auch weiterhin Anspruch auf BAföG, wenn Vorlesungen ausfallen. Allerdings ist die Teilnahme an Online-Kursen für dich verpflichtend. Wenn du die Regelstudienzeit überziehst, da deine Klausur aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattgefunden hat, erhältst du in der Regel weiterhin BAföG.

Solltest du bisher kein BAföG erhalten haben, weil du oder deine Eltern ein hohes Einkommen hatten, dein Einkommen und/oder das deiner Eltern jedoch jetzt geringer ausfällt, solltest du BAföG beantragen.

Noch eine erfreuliche Nachricht: Auslandsaufenthalte im Rahmen des Studiums sind wieder möglich! Du kannst dich für Programme wie Erasmus+ bewerben, musst jedoch unter Umständen mit einigen Einschränkungen in der Durchführung deines Semesters im Ausland rechnen. Seit dem Wintersemester 2021 können Studien- und Praktikumsaufenthalte im Ausland als sogenannte „Blended Mobility“ gefördert werden. Dieses Modell sieht vor, dass du im Gastland wohnst, aber überwiegend digital studierst. Sei dir aber darüber im Klaren, dass die physische Mobilität, je nach Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie, verschoben, verkürzt oder gestrichen werden kann. Eine weitere Option ist das "digitale Semester": Bei diesem Studienmodell nimmst du an digitalen Lehrveranstaltungen deiner Gastuni teil, wohnst aber weiterhin in Deutschland.

Bei einem physischen Auslandsaufenthalt liegt es als Geförderte/r in deiner Verantwortung, die Corona-Bestimmungen des Gastlandes zu befolgen. Halte also vor und während der Planung eines Auslandsaufenthaltes stets Rücksprache mit deiner Hochschule.

Der DAAD rät außerdem dringend von der Einreise in Corona-Risikogebiete ab und weist darauf hin, dass das Auswärtige Amt von weiteren Not-Rückholaktionen deutscher Staatsbürger absieht (Stand: Juni 2021).

Weitere Informationen für Erasmus-Geförderte und DAAD-Stipendiaten findest du auf der Website des DAAD.

Flexible Alternative: Das Fernstudium

Um den Lehrbetrieb in Zeiten der Corona-Pandemie fortzusetzen, sind Universitäten, Fachhochschulen und Akademien auf digitale Lern- und Unterrichtsformen angewiesen. Fernhochschulen setzen schon lange auf diese Form der ortsunabhängigen Lehre und sind dadurch kaum von der Pandemie betroffen. In unserer Rubrik Fernstudium versorgen wir dich mit allen wichtigen Infos rund um dieses Studienmodell.

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Überbrückungshilfe für Studierende

Studierende, die sich pandemiebedingt in einer finanziellen Notlage befinden und diese Notlage nicht durch eine andere Form der Unterstützung (wie BAföG) überwinden können, konnten bis zum 30. September 2021 die Überbrückungshilfe des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) beantragen. Nach dem 30. September 2021 werden leider keine Anträge mehr berücksichtigt.

Umfangreiche Informationen und aktuelle Meldungen zu den Entwicklungen im Hochschulbereich findest du unter Mein Studium & Corona auf unserem Partnerportal Das-Richtige-studieren.de.

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